Cordelia Irima ~ Steckbrief und Geschichte

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    • Cordelia Irima ~ Steckbrief und Geschichte

      Cordelia Irima


      Allgemeines:
      Volk:
      Shiusai

      Alter:
      sie selbst kennt Ihr genaues Alter nicht, aber sie schätzt, dass Ihre Alter um die 20 Jahre.

      Beruf:
      Tänzerin

      Soziale Klasse:
      Stammt aus einer Königlichen Familie, jedoch aus einer anderen “Welt”.


      Aussehen:
      Haare:
      Langes Schwarzes Haar, mal ruhig, mal unruhig.

      Male:
      ~ Zwei ranken artige Male auf den Ihren Wangenknochen
      ~ Das Male Ihrer Familie tragend auf dem rechten Schulterplatte

      Augenfarbe:
      tief blaue Augen, welche sich aber ändern können. - was es damit auf sich hat, kann gerne im Rp herausgefunden werden.

      Körperlich:
      Ihr Körper, welcher sich über ca. 1,70m erstreckt, kommt der einer eleganten Tänzerin gleiche. Sie ist zierlich, elegant und sehr schön anzusehen. Unterhalb Ihrer Schulterblättern befinden sich, empfindliche mittelgroße fledermausartige Flügel mit einer Spannweite, von Ihren ausgestreckten Armen. Des weiteren schmückt ein mittellanger Schweife Ihr Steiße. Zudem besitzt sie auch spitze Eckzähne.



      Cordelia Irima´s Bild von LesMelodie



      Persönlichkeit:
      Werte:
      ~ Ihr sind die Ihren Mitmenschen und Freunde das höchste Gut für sie. Leid welches den Ihren Freunden zugefügt wird oder diese bedrückt, löst unfassbare Gefühle in Ihr aus.
      ~Tagträumt sehr oft und schwelgt in Gedanken, Erinnerungen und in Erlebnissen.
      ~ Es kann vorkommen, dass Ihre Werte je nach Launen sich flexibel ändern, aber auch diese Eigenschaft gilt es im Rp herauszufinden.

      Fähigkeiten:
      ~ Fluch der Seelenbildung
      ~ Hatte die Seele einer Sukkubus in sich, welche innerliche, sowie auch äußere Veränderungen hinterlassen hatte.
      ~ Magisch (Eine Unterart der Seelenmagie)
      ~ Ihr Körper kann für unbekannte Zeit, nicht gebundene Seelen aufnehmen.

      Stärken:
      liebevoll, mitfühlend, hilfsbereit, treu, fürsorglich

      Schwächen:
      neugierig, äußerst vergesslich, leicht zu beeinflussen




      Vorgeschichte:

      Grelles Blitzen, grollendes Donnern durchfährt Euren zärtlichen Körper. Alles beginnt sich zu drehen und eine undurchdringliche Dunkelheit reißt Euch in Ihren Banne. Eure Orientierung verliert sich nahezu sofort, als gleich die Finsternis auf zieht. Ein Gefühl der unsagbaren Källte und des unbremsbaren Sturzes macht sich in Euch breit. Dann fährt ein greller Schmerze durch Euren ganzen Rücken.


      Vor dem euren Auge materialisiert sich ein altes mit Runen verziertes steinernes Tore, dann plötzlich ein kräftiger Stoße gen den euren Rücken und dann erneut der unbremsbar Fall in das Ungewisse. Ihr erblickt noch wie sich das steinerne Tore in der Entfernung langsam fortschreitend verdunkelt und dann gar zerfällt. Aus dem Tore dringt eine dunkle Stimme “Tochter, der Sünder, Ihr könnt vor mir nicht entfliehen!”
      Aus dem Tore, so scheint es, blicken Euch zwei große, schwarz glänzende Augen, durchdringend an.


      Unter Euch, spürt Ihr feinkörnigen sandigen Boden. Leichte salzige Meeresluft durchflutet die euren Geruchssinne und neben Euch, das sanfte Rauschen der friedfertigen See. In der weiten Entfernung schreckt Euch leises panisches Geschreie auf.

      Langsam richtet Ihr Euch auf und vor Euch liegt die sanft rauschende See. In der Weite könnt Ihr auf dem Meere kleine tänzelnde Schiffe ausmachen, welche schaukelnd umher treiben. So wie Ihr diese beobachte, durchschießt Euren Kopf ein stechender Schmerze und Eure Sicht wird wieder von der Dunkelheit eingehüllt.

      Leises Zirpen umgibt Euch, eine verspielte Windböe lässt kräftige Äste von alten Bäumen rauschen. Euch übergebeugt steht eine Kreatur mit dunkel grauer Haut und spitzen Ohren. Dieser lächelt Euch liebevoll an und den seinen Munde entspringt grinsend folgende Worte:

      „Na? Hast du gut geschlafen, kleine?“
      Er reicht Euch seine Hand um Euch aufzuhelfen. Kichernd und schmunzelnd ergreift Ihr, die vertraute und kräftige Hand. Mit einen starken Ruck, befördert der Manne Euch hinauf, aber die plötzliche Belastung Euren Beine lässt Euch nach vorne umkippen, doch der Manne Euch gegenüber breitet seine starken Arme aus und fängt Euch gekonnt ab. Die Euren langen roten Haare glänzen im Sonnenlicht, als sie auf seine Schulter fallen. In seinen Armen liegend müsst Ihr lachen, welches dem Manne gleich mit ansteckt. “Tollpatschig wie eh und jeh, liebste Cordelia?”

      Plötzlich zerspringt die ebend noch liebevolle Szenerie in Tausend Scherben und ein stechender Schmerze durchsticht Euren Halse. Vor Euch türmt sich ein riesiger vernarbter Hühne auf, welcher sich mit seinem Gesichte an den Eurem Halse vergeht. Ihr merkt, wie er Eurer Blute aus der Wund saugt. Sanft und zärtlichst streicht Eure Hand über sein Gesicht. Ihr wischt Euch den kalten Schweiße aus der Stirn und richtet Eure schwarz glänzend Haar, doch langsam schwinden Euren Kräfte und Euer Sichtfeld wird wieder von der undurchdringbaren Finsternis umhüllt.

      Erneutes Geschrei durchfährt Euren Körper und panisch schreckt Ihr aus dem Tagtraume auf. Mit weit aufgerissenen Augen sucht Ihr den weiten Horizont nach den Hilferufen ab. Nicht weit von Euch entfernt könnt Ihr eine kleine Stadt ausmachen. Immer noch nach den Schreien umsehend, entscheidet Ihr Euch langsam gen Richtung der Stadt aufzubrechen.
      In der Umgebung könnt Ihr ein leises Rascheln von vertrockneten Gestrüpp aus machen, das passive Rattern eines klappernden Schweifes und das sanfte rauschen der Wellen, welche immer wieder gemächlich den heißen Sande befeuchtet.
      Die Hitze der drückenden Sonne lässt die Stadt in der Ferne immer wieder verschwimmen und aufflackern. Euer Mund fühlt sich sandig und trocken an, die heiße und staubige Luft macht eurer Lunge zu schaffen und Ihr atmet sehr schwer und angestrengt. Eure Beine werden zunehmends schwerer und Ihr schlottert nur noch zittrig in die Richtung der Stadt.
      Irgendwann verlassen Euch gänzliche Eure Kräfte und Ihr fallt unsanft auf den heißen körnigen Sande. Ihr müsst ausspucken, könnt dies aber nicht, da sich in den euren Munde keinerlei Feuchtigkeit mehr befindet. Schützend vor dem Sande und vor völliger Erschöpfung schließt Ihr die euren Augen.


      Vor Euch zeichnen sich vier weibliche Gestalten ab, welche Euch die Hände hinreichen und säuseln.

      „Schwestern kommt zu uns!“
      Just in diesem Moment dematerialisieren sich diese und steigen in einer geistartigen Wolke auf und rasen und die eure Brust. Stechender Schmerze durchfährt Euch, Euer Körper fühlt sich warm und kalt zugleich an, alles kribbelt unzähmbar, die Muskeln verkrampfen und


      Plötzlich schlägt Euch ein nasses Tuche in das Gesicht!

      ...


      Ein eleganter Körper eint es, doch so scheint es, innerlich ringend und so unterschiedlich in Ihrer selbst.

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    • Hintergrundgeschichte:

      Kapitel 1 - fremde Mächte?

      Vor Euren Augen zeichnet sich langsam ein gläserner Tische ab, welcher die letzten warmen Strahlen der untergehenden Abendsonne auf sich spielend flimmern lässt. Eine angenehme warme Brise fährt über Euren zarten Körper. In der Ferne kann man das unbeschwerte Lachen von Kinder vernehmen, wie auch das rege Treiben auf den Marktstraßen der Stadt. Sanftes Rauschen des Meeres bahnt sich den Wege hinauf zu Eurem Balkon. Ihr spürt wie Eure rechte Hand zärtlichst von einer anderen gedrückt wird. Ein Gefühl der wärme und Zuneigung breitet sich in Euch aus, doch als Ihr gerade hinüber blicken wollet, bricht urplötzlichst grollendes Donnern aus und Ihr zuckt panisch zusammen. Nahezu sofort spürt Ihr einen stechenden Schmerze in der Schläfe, Finsternis bricht besitzergreifend über Eure Sicht herein, die eben noch so heimisch klingenden Geräusche verstummen sofortigst und eine eisige Kälte umhüllt Euren Körper.

      Langsam zeichnet sich vor Euren Augen zwei große und Euch so bekannt wirkende Silhouetten ab. Ein sanftes Streichen über Euren Kopfe. Ein zartes Wischen an Eurer Wange und in der Ferne erklingende bekannte Stimmen, verursachen das Eure Sicht langsam aufklart. „Na, gut geschlafen, meine kleine Cordelia?“ ertönt es von einem breit gebauten Manne, auf dessen Körper sich stählerne Muskeln abzeichnen. Entlang seiner starken Arme, zeichnen sich lange und große Narben ab. Sein Gesicht wirkt Euch so bekannt und familiär, diese tief blauen Augen, dies kurze wilde braune Haar, das schwarze Male am Halsansatz, was aussieht wie eine Träne, oder gar Wassertropfen, welch umarmt wird von einer Art Schale. Sein kantiges, aber doch warm und liebevoll drein blickendes Gesichte lässt in Euch ein sanftes Gefühl der Geborgenheit aufkommen. „Vater, guten Morgen!“ entweicht es Eurem Munde und Ihr wischt Euch ein wenig verschlafen durch das kindliche Gesicht. Langsam beugt sich die andere Person zu Euch herab Ihr zärtliches Antlitz lässt Euch erinnern, dass diese die Eure Mutter ward. Wie in Zeitlupe fallen die Ihren langen schwarzen Haare auf Eurer Bette und Ihre braunen Augen starren tief in die Euren. Plötzlich ein starker Schmerze an der euren Wange und die Hand der Frau fliegt an euren Augen vorbei. Sofort schwärzt sich Eure Sicht erneut und die Finsternis umhüllt Euch kriechend langsam.

      Die ebendst noch so lachenden Kinder, werden auf einen Schlag von lauten angsterfüllten Hilfe Schreien übertönt. Verzweifelt schaut Ihr Euch nach dem eben noch, neben Euch sitzenden Manne um, Eure Augen weiten sich, als gar Eure Hand voller Leere ward. Dort wo vorhin noch Eurer liebste Manne saß, ist nun nur noch ein kleines verwehtes Häufchen Sande, in welchem Ihr ein leichtes Funkeln erkennen könnt. Langsam und mit zittriger Hande ergreift Ihr dies Funkeln voller Hoffnung, als wärd es ein Anker für Euch. Ein Anker der Hoffnung oder gar der Selbstbeherrschung. Bedrohlich schnell steigt Panik in Euch auf, etwas glattes und kaltes berührt Eure so zarten Fingerlein. Ein eiskalter Schauer der dunklen Vorahnung, läuft Euch über den Rücken, als gleich Ihr die Hand zögerlich zu Euren Körper bewegt. Je näher die Hand Eurem Körper kommt umso mehr erschaudert Ihr.

      “Was ward geschehen?”; “Wo ist der meine liebste Manne!” ; “Warum ward es so finster und warum sah ich die meinen Ahnen?!” All dies Gedanken und noch viele mehr, spuken wie finstere Netze in Eurem Kopfe herum.
      Wie in Zeitlupe dreht Ihr, schon mit einer unbehaglicher dunklen Vorahnung Eure Hand um und öffnet diese langsam. Für einen kurzen Moment ward alles um Euch herum still, der sanfte Wind scheint verstummt, die Schreie in der Ferne erstickt und die Menschenmassen verweht. Die Farbe entweicht der Euren sonst so sanft gebräunter Haut, als gleich Ihr den Ringe Eures Mannes in der Hand haltet. Das bläuliche Glitzern des Kristalles, im leichten Laternenlichte ward so eindeutig und unverwechselbar. Dies war er, ohne Zweifel, aber wenn Er hier ward, wo war dann Eur Manne, Tera?!

      Je mehr Ihr darüber nachdenkt umso mehr macht sich eine dunkle Panik in Euch breit. Nach einiger Zeit versucht Ihr Euch auf zu raffen, doch gar gelingt Euch dies nicht und Ihr sackt auf den hölzernen Boden. Wo ist Euer Manne hin? Was sind das für schicksalhafte Rückblicke, was ward das Donnern, hier in der Wüst und gar, warum schreien Menschen in der Ferne? Langsam merkt Ihr, wie etwas finsteres, etwas dunkles Euren Körper einnimmt und als gleich Ihr Euch noch zu wehren versuched, verblasst der hölzerne Boden unter Euch immer zunehmend und ein schwarzer Nebel zieht vor den Euren Augen auf.


      Ein eleganter Körper eint es, doch so scheint es, innerlich ringend und so unterschiedlich in Ihrer selbst.

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    • Kapitel 2 - Das Ritual

      Vor Euch tut sich langsam eine unbehagliche Szenerie auf. Als Ihr Euch zögerlich um seht, findet Ihr Euch in einer Art feuchten Keller wieder, das regelmäßige tropfen von Wasser schallt durch den Raume, das leise rauschen des Kerzenfeuers und unruhige am Boden kratzen von weicher Kreide. Langsam hebt Ihr Euren Blicke und erkennt sofort die Euren Eltern, der Vater weinend in einer Ecke stehend und mit sich selbst ringend, die Mutter mit einem kurzen Kreide Stücke in der Hand, einen Zirkel um Euch ziehend. Es scheint gleich so als höred Ihre eine Melodie in dem Raume. Verwirrt und mit einem unbeschreiblich unwohlen Gefühle mustert Ihr den Zirkel um Euch. Fassungslos wollet Ihr den Munde auf machen, doch dann erkennt Ihr es, Schuppen fallen von den Euren Augen, Eure Mutter bereitet dies Rituale vor. Sofort macht sich von erneutem die Panik in Euch breit. Hilfesuchend schaut Ihr zu Eurem sonnst so starken Vater, doch gar dieser wimmert nur leise vor sich her und es scheint gleich so, als würd dieser um Verzeihung bitten. Eure Mutter, eine klare und kalte Melodie summend grinst nur vor sich her, sie scheint mit dem Ihren Zirkel zufrieden zu sein, als gleich sie aufstehed und Ihre Hände an den Seiten abklopfed. Ihr wissed genau, was hier vor sich geht, denn gar Euren Mutter, hatte Euch in dieser Magie gelehrt. Voller Furcht vor dem Folgendem versucht Ihr verzweifelt aufzustehen, doch gar Eure Beine scheinen Euch nicht gehorchen zu wollen. Zittrig und mit angsterfüllten Blicke hebt Ihr den Kopfe und wollt etwas Euren Eltern zurufen, als gleich es so scheint dass Ihr durch ein steinernes und mit Runen verziertes altes Tore falled. Ihr Spürt ein Ziehen in der Brust Region, welches sich über Euren gesamten Körper ausbreitet. Ein Brennen auf Euren Wangen und der stumpfe Schmerze in den Augen. Immer schneller fallend, so scheint es, ertönt eine gefühlskalte dunkle Stimme “Tochter, der Sünder, Ihr könnt vor mir nicht entfliehen!” Dann plötzlich ein harter Aufprall, welch Euch aus dem Leben zu katapultieren scheint.

      Ihr findet Euch vor den Toren der Stadt wieder, nicht weit von den Feldern Emirias. Verschwommen erinnert Ihr Euch noch, wie Ihr das eure Hause verlassen habed und … und habt Ihr dies wirklich getan? Entsetzen steigt in Euch auf bei den Gefühl, als Ihr versuched Euch angestrengt an die Tat zu erinnern, doch so scheint es liegt darüber ein finsterer nahezu undurchdringbarer Schleier.

      Ein eleganter Körper eint es, doch so scheint es, innerlich ringend und so unterschiedlich in Ihrer selbst.

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    • Kapitel 3 - Schmerzende Schatten

      Dann erneut, ein verzweifelter Hilfeschrei, nicht weit von Euch! Ohne groß nachzudenken, spürt Ihr wie Eure Beine schnurstracks in Richtung dessen schreiten. Nur noch um den Hügel herum und dann … erneute Schreie durchfahren Euren Körper. Schreie, wie Ihr sie noch nie gehört habt, Todes ängstliche Schreie so scheint es, Schreie die von einer, um Ihr Leben fürchtenden Fraue, zu kommen scheinen. So angsterfüllt und gleich gar herzzerreißend!

      Als Ihr um das Eck rennt, erblickt Ihr es. Eine Kreatur, so scheint es, aus Purem Schatten geformt mit fledermausartigen Flügeln und einem langem spitzen Schweife. Zähnefletschend blickt es Euch direkt an, doch gar stürmt es verwunderlicher Art und Weise nicht sofort auf Euch zu, sondern legt den Kopf schief und ein dunkles Kichern ertönt. Von der ebend noch so verzweifelt schreienden Fraue fehlt plötzlich jede Spur. An diesem Orte seid nur Ihr und das Schattenwesen vor Euch.
      Starr vor Angst blickt Ihr in seine tiefschwarzen Augen. Langsam geht es auf Euch zu und beugt sich über Euch. Ihr spürt die kalt vibrierende Luft und ein unangenehmes Kribbeln fährt Euch unter die Haut. Sein kalter Atem bläst Euch in den Nacken. Reflexartig und mit zitternder Hand fährt Ihr an Eure Seite, wo hinter einer kleinen Lasche der Dolche Eures Vaters befestigt ist. Das Adrenalin bringt Euer Blute zum kochen. Seine tiefschwarzen Augen scheinen Euch durch dringlichst zu Mustern. Erneut ertönt ein dunkles Kichern und die Luft vibriert noch stärker. Dunkle Rauchfaden steigen wie Ranken auf und nehmen Euch für einen Moment die Sicht. Mit einem leichten, doch verwunderlichst angenehmen Drucke wickelt sich plötzlich ein langer Schweife um Euren Oberschenkel. Panik macht sich auf in Euch breit und Verzweiflung keimt langsam in Euch auf. Ruhige Flügelschläge lassen die Dunklen Rauchfäden verwehen. Das eben noch so bedrohlich aussehende Monster ward verschwunden und vor Euch steht eine wunderschön aussehende Dame. Vor Verwirrung und Unglauben schüttelt Ihr den Kopfe, als wolled Ihr einen Alptraume abschütteln. Langsam kommt die elegante Frau, mit einem äußerst betonten Hüftschwunge, Euch immer näher und schmunzelt Euch an. Hinter Ihren Rücken erstrecken sich fledermausartige Flügel, der Schweife, welch sich noch immer um Euren Oberschenkel windet, streicht leicht an den Innenseiten. Die Dame hat Euch nun fast erreicht, ein komisches Gefühl überkommt Euch, Ihr fühlt Euch … ja irgendwie wohl. Zittrig streckt Ihr den Dolche vor Euch aus, doch als die Dame mit tiefschwarzen Augen Euch erreicht hat, legt sie sanft Ihre Hand auf die Eure. Erneut ertönt ein leise Kichern und der Schweife kriecht langsam immer weiter, den Oberschenkel hinauf. Ein erneutes vibrieren der Luft durchzieht die Wüste, ein angenehmes Kribbeln steigt in Euch auf und eine Gänsehaut überkommt Euch. Ihr könnt den Blicke nicht aus den Augen der Dame lösen. Leise Stimmen, so scheint es, säuseln Euch im Kopfe zu. Die elegante Fraue bleibt, nur ungefähr eine Handbreite vor Euch, stehen. Der Ihre Schweife wickelt sich nun rhythmisch, zwischen Euren Beinen hindurch, Eurer Hüft hinauf. Langsam kommt die Dame Eurem Gesichte immer näher, ein komisches Gefühl durchfährt Eure Magengrube. Die Flügel der Fraue umschlingen begierlichst Euren Körper und drücken Euch ganz nahe an den Ihren.
      So steht Ihr nun da, Gesicht in Gesicht blickend, nur wenige Fingerbreiten von einander entfernt, Hüft an Hüft gepresst. Erneut das hypnotische Säuseln in dem Euren Kopfe, als Eure an die Brust gepresste Hand, mit dem Dolche instinktiv zu zucken beginnt. Langsam beugt die Dame sich immer näher, Eurem Gesichte entgegen, Eure Lippen beginnen langsam zu kribbeln und das komische Gefühl breitet sich allmählich in Euren ganzen Körper aus, der Schweife der Dame windet sich noch immer rhythmisch um Euren Unterleibe. Ein Kichern hallt leise auf, als sich Eure Lippen berühren und die Dame mit der Ihren Zunge spielerisch in Euren Munde eindringt. Vor Schreck und Furcht zuckt Euer Arme, mit dem Dolche auf und dringt in die kalte Brust der Dame.
      Sofort entfernt sich jene erschrocken von dem Eurem Gesichte und Ihre Flügel sinken zu Boden. Ein leidiges Stöhnen hallt auf, dann ein stechender Schmerze in Eurer Brust. Eurer Körper scheint nahezu zu kochen. Dunkle Rauchschwaden steigen auf, der ganze Körper beginnt zu schmerzen. Langsam lichten sich die dunklen Schwaden, eine erneute schmerzende Welle überkommt Euch und zwingt Euch zu Boden. Stöhnend hebt Ihr den Kopfe und bemerkt, dass die Dame sich in dem Rauche aufgelöst hat und verschwand. Ein Brennen unterhalb den Schulterblättern und den Rippen, ein Drücken an den Eckzähnen, ein Stechen an dem Steiße und das Kochen des Blutes, färben Eure Sicht dunkelrot. Die Schmerzen ziehen sich durch gar ganz durch Euren Geiste und dann ward es plötzlich ganz still und stumm, kein Schmerz mehr, kein Geschrei Eures Körpers mehr, kein Geächzes Euren Gliedmaßen, einfach nur Finsternis …


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    • Kapitel 4 - vom Schwerte und Dolche

      Langsam materialisiert sich, vor Euren Augen, ein Raume aus sandsteinernen Wänden. Allmählich seht Ihr Euch um und entdeckt, dass Ihr inmitten einer Art Tempel stehet. Neben Euch, der so starke Vater und Eure noch zierliche kleine Schwester. Vor Euch zeichnet sich ein mit Runenverziertes, Schulter hohes, steinernes Pulte ab. Behutsam geht Ihr auf dies Pulte zu, mit gespannten Blicke versucht Ihr zu erkennen, was die Runen ausdrücken zu wollen, bei den meisten gelingt es Euch auch. Ihr erfahrt, dass hier eine Art Artefakt liegen solle, welch von einem Götter Kinde gefertigt sein soll.
      Leise ertönt die tiefe Stimme des Eures Vaters: “Genau, wie Ihr sehet, meine liebstes Kind, die unsere Aufgabe ist, dies Artefakt zu schützen. Wir sind die sogenannten Hüter.” Er deutet auf ein Paar Runen Zeilen am Altar. “Die Hüter einer mächtigen Waffe, welch über Fortbestand oder Untergang der Welten führen könnt. Die von unseren Ahnen gestellt Aufgabe ist es, dies Schwerte zu Schützen, denn wenn bekannt wird, was dies Artefakt anrichten könnt, dann ... “ Die seine Stimme wird immer leiser und beginnt leicht zu Zittern. Neugier packt Euch und Ihr geht langsam noch näher. Kurz vor einem in Stein gemeißelten Zirkel, bleiben Euren Füße abrupt stehen. Es dauert einen Moment bis Ihr erkennt, was dieser Zirkel bedeutet, aber zum Glücke ward Ihr in der Lehre schon so weit. Es ward ein sehr alter Schutzzirkel, welcher das Artefakt umgab. Doch die Neugierd ward noch lange nicht gestillt, aufgeregt stellt Ihr Euch auf die Zehenspitzen, um das Artefakt zu erkennen. Voller Vorfreude schlägt das eure Herze schnell, die euren langen schwarzen Haare fallen zu den Seiten herab und dann seht Ihr es, ein funkelndes Schwerte, lag dort. Ihr könnt ein paar Runen erspähen, doch dann verliert Ihr das Gleichgewichte und kippt nach vorne um. Lautes Geschrei durchzieht den Raume und Ihr seht wie in Zeitlupe, wie Ihr langsam über den Zirkel falled.


      Es dauert einige Zeit, bis der Schmerze nach lässt. Langsam und Vorsichtig richtet Ihr Euch auf. Ein leichtes Lüftlein weht Euch in das Gesicht. Ein Euch unbekanntes Gefühl, ja gar ein Ziehen im Rücken, oder gar auch um Steiße, steigt in Euch auf und lässt Euch erschaudern. Nervös blickt Ihr Euch um, Euch ward als hättet Ihr ein leises Kichern gehört, oder gar Euch jemand angestupst. Instinktiv fahrt Ihr Euch an den Rücken und erstarrt. Ihr fühlt komische Erhebungen an jenen Platze, als gleich Ihr diese berührt erschaudert Ihr. Durch die eure sehr freizügige Kleidung, entfalten sich unterhalb der Schulterblätter kleine fledermausartige Flügel. Erschrocken fasst Ihr Euch an das Gesäß und könnt auch hier eine Euch unbekannte Erhebung ertasten. Ein erneutes Male müsst Ihr bei der Berührung erschaudern. Verwirrung und ein ungutes Gefühl, der Verzweiflung oder gar Panik, macht sich langsam in Euch breit. Etwas Unbekanntes windet sich, genau an dieser Stelle, unter dem euren Höschen. Es dauert etwas bis Ihr realisiert, das Euch scheinbar die selben Flügel und Schweife wachsen wie der Schattenkreatur. Äußerst verwirrt und aufgelößt schaut Ihr Euch um, auf der Suche nach jener dieser Kreatur, doch gar das einzige, was Ihr findet ist der Eure Dolche, auf den Boden liegend. Langsam beugt Ihr Euch herab und zieht diesen aus dem Sande. Als Ihr ihn nun näher betrachten könnt, bemerkt Ihr, das die verzierte alte Klinge gebrochen ist. Erneut sinkt Ihr auf die Knie, nieder auf den warmen Sande der Wüst, in der Hand haltend den euren Dolche. Als Ihr so da hocked voller Kummer, verschwimmt das eure Sichtfeld langsam.


      Ein Beben durchfährt Euren Körper, die sandsteinernen Wände scheinen zu erzittern. Ein Raunen durchdringt den Tempel. Langsam erkennt Ihr, dass Ihr in Miten des Zirkel lieget. Ihr merkt, wie jemand an den euren Beinen ziehet. Verwirrt blickt Ihr hinauf in das aufgebrachte und schon panische Gesichte des Euren sonst so gefassten Vaters. Angsterfüllte Schreie tönen durch den Tempel, Eure kleine Schwester kauert an einer Wand gelehnt und verbirgt, Ihr ängstliches Gesichte, zwischen den Ihren Knie. Unsanft werdet Ihr, noch immer ein wenig benommen, auf die euren Beine buxiert. Laut und kräftig ertönt die Stimme, Eures Vaters “Flieht, Kinder!” Noch immer ein wenig benebelt, torkelt Ihr mehr schlecht als recht, hinüber zu der euren kleinen ängstlichen Schwerster. Der Boden bebt, lautes Geschrei durchdringt den Tempel. Bei Eurer kleinen Schwester angekommen, helft Ihr dieser auf und blickt, ein letztes Mahle, zu euren Vater, ob dieser Euch nun folged, doch gar steht er in dem Zirkel mit gezogener Schwertklinge und Dolche. “Rennt! Ich komme nach!” Schreit jener Euch entgegen. Naiv wie Ihr zu diesem Zeitpunkt ward, nickt Ihr nur ängstlich und rennt mit der euren Schwester an der Hand, hinaus aus dem Tempel.

      Die Sonne sticht Euch in das Gesichte, der heiße Sand umgibt Eure so empfindlichen Füß. Plötzlich dringt unmenschliche Gebrüll aus dem Tempel heraus. Panik durchflutet Euren Körper und Ihr setzt Eure verängstigt zitternde Schwester ab, dann rennt Ihr zurück hinein, stets auf der Suche nach Eurem Vater. “Vater wo seit Ihr!” Doch Eure Beine tragen Euch immer weiter hinein, vorbei an den prachtvoll verzierten Säulen. Ein Ohrenbetäubender Knall lässt den ganzen Tempel erschüttern. Der Boden erbebt und reißt Euch von den Füßen und Ihr fallt über voller Länge auf den Boden. Ein setchender Schmerze durchzieht Euren Kopfe. “Vater” wimmert Ihr leise. Zittrig richtet Ihr Euch unter enormen Anstrengungen auf. Was geschieht hier nur? Wo ist der eure Vater? Voller Angst rennt Ihr nun immer weiter, bis gleich Ihr inmitten der Haupthalle steht, doch gleich was Ihr dort erblickt, lässt Euch Blute gefrieren. Eine Kreatur, so scheint es, direkt aus der Hölle stammend, so fürchterlich, wie die Finsternis selbst, so angsteinflößend, wie der Tode in Gestalt, so gefährlich, wie eine Horde Drachen! Euer Vater lieget direkt zu seinen Füßen. Die Zeit scheint stehen zu bleiben. Langsam beugt sich die Kreature herab den Vater entgegen. Die pechschwarzen Klauen funkeln ehrfurcht erregend auf, langsam holt die Kreatur aus. Eure Beine rennen so schnell, wie sie Euren Körper tragen können. Voller Angst entweicht ein verzweifelter Schrei, nach dem Vater, euren Körper. Ein erneutes Beben durchzieht den Tempel. Dann plötzlich, erhört von der euren Stimme, dreht sich der Vater erschrocken um. “Cordelia?! ... “ Das Schwerte ausgestreckt und nun völlig schutzlos blickt er Euch an, als gleich es einen zerberstenen Schlage tut. Ein Schlag, der Euch für einen Momente, von den Beinen reißt. Alles ward rot vor Euren Augen. Ihr seht mit an, wie das Monster seine scharfen Klauen in das weiche, nachgiebige Fleische des Mannes schlägt und die Wucht des Schlages seinen Körper zerfetzt. Ein lautes Knacken ertönt als gleich die Wirbelsäule durchbricht, ein platzendes Geräusch tönt auf, als die Körperliche Hülle des Vaters zerberstet. Noch immer auf Ihn zu rennend, schreit Ihr verzweifelt auf und falled nun auch vor die Füße des Monstrums. Nun liegt Ihr da, inmitten der Blutlache des ebend noch Euren so starken Vaters, neben Euch sein alter Dolche und der Rest von Ihm scheint im ganzen Raume verteilt. Dieser muss er verloren haben, als das Monster Ihn tötete. Langsam verschwimmt erneut Eure Sicht und
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    • Kapitel 5 - Angriff auf Emiria?

      Allmählich spürt Ihr wieder den wohltuend warmen Sande unter euren Beinen, eine milde Brise aus Meeresluft weht sanft um Euren Kopfe und führed behutsam ein paar lange schwarzen Strähnen mit sich seines Weges. In der Ferne krächzen und schreien die Möwen, die Welt scheint für einen Augenblicke, wie immer zu sein.
      Doch plötzlich ein leichtes Zucken an euren Beine, panisch wandert eurer Blicke herab und da bemerkt Ihr einen Schweife. Voller Entsetzen macht Ihr einen Satz nach hinten, doch jener scheint Euch zu verfolgen, es … ist der Eure Schweife!
      “Bei den Ahnen! War dies doch kein Traume?!” schießt es Euch sofort durch den Kopfe und die Erinnerungen dringen langsam zurück. Die mysteriöse Dame, der grauenhafte Schmerze, der lange Schweife und diese dämonischen Flügel!
      Abrupt reißen Euch furchterfüllte Schreie aus euren Gedanken. Ein erneuter Donnerschlag durchfährt euren Knochen. Die Schreie kommen hastig immer näher. Aus dem in nicht allzu weiter Entfernung liegenden Savannengebiet, rennen einige Shiusai panisch, direkt auf Euch zu!

      “Lauft Weib! Rennt um Eurer Leben!” Hallt es von den flüchtenden Shiusai. Verwirrt blicked Ihr Euch um.
      Was ward geschehen? Schießt es Euch in den Kopfe. Ihr merkt wie langsam das Adrenalin in eure Venen fließt. Noch immer den Blicke fest gen Savanne gerichtet, braucht Ihr einige Sekunden um zu begreifen was dort vor sich gehen muss. Doch dann ein lautes Knacken und Splittern von kräftigem Holze und eine mächtige Akazie knickt um, wie ein Getreide Halme im Sturme. Für einen kurzen Augenblicke erhascht Ihr einen Blick, auf etwas nahezu gigantisches. Für einen Moment sah es aus, wie ein grässlicher aus Schatten geformter Drache, doch sicher seied Ihr Euch nicht, denn gleich lässt ein ohrenbetäubendes unmenschliches Grollen eurer Blute nahezu gefrieren. Eiskalt fährt es Euch durch das Knochenmark und Angst sticht Euch in den Magen. Ihr wolled rennen, doch gar gehorchen eure Beine nicht, Ihr stehend da, bleich wie eine Leiche, starr wie eine Eiche. Der Boden beginnt zu Beben und kräftigen Schrittes scheint das Monstrum gen Stadt zu schreiten. In der Ferne erklingend das Schwingen von Klingen, das Zischen von Pfeilen und das Dröhnen des Wachhornes. Noch immer stehed Ihr da, wie gefesselt, als gleich die nächste Akazie stöhnend dem Monstrum Platze verschafft und eine handvoll mutige Krieger unter sich begräbt. Doch erhascht Ihr im Augenwinkel eine Mutter, wie sie verzweifelt versucht mit den Ihren Kindle zu fliehen. Sie rennen, voller Panik und mit Angst erfüllt, doch auf eure Höhe angekommen, verlassen dem Kindle anscheinend die Kräft und es geht zu Boden. Erneut durzieht der erschütternde Schrei des Monstrums, es scheint wie in einem Blutrausche zu sein, die Gegend.
      „Renn, Cordelia!“ hallt es in eurem Kopfe, mit der Stimme des euren liebsten Vaters. Langsam spürt Ihr wieder, wie der eure Körper sich wieder zu regen scheint und eher Ihr Euch verseht, schon habt Ihr das Kindle geschultert und rennet mit der Fraue hinein in die Wüst, möglichst weit weg, von der Stadt.
      „Bei den Ahnen, was ward das?!“ haucht Ihr unter der Last des ängstlichen Kindes und der Anstrengung euren schnellen Schrittes, gen der Mutter. Doch der Ihre leere und verstörte Blick lässt Euch sogleich verstummen. Ward Vater bei mir? Geht es Euch durch den Kopfe und Ihr merkt kaum wie Ihr langsam beginnt in eure Gedanken zu versinken.

      ...

      Ein eleganter Körper eint es, doch so scheint es, innerlich ringend und so unterschiedlich in Ihrer selbst.

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    • Kapitel 6 - gespaltenes Selbst:

      Ein leicht modriger Geruch umgibt Euch und ihr findet euch in einem düsteren Raume wieder. Ein leises plätschern von Wassertropfen halt durch jenen. Tropf, Tropf, Tropf. Angelehnt an der kühlen Wande sitzt Ihr nun da und blicked in die Dunkelheit. Tropf, Tropf. Langsam bewegt Ihr euren Kopfe nach links und rechts, in der Hoffnung etwas erspähen zu können, doch da ward nichts, außer Finsternis. Ein kalter, metallischer Gegenstand scheint um Euren Halse gelegt zu sein. Tropf, Tropf, Tropf. Ängstlich umklammert Ihr den breiten Metallreif um Euren Halse. Doch dann ertönt ein leises Zischen und nicht weit von Euch erhellt eine Kerze den Raume. Voller Hoffnung blickt ihr gen der flackernden Lichtquelle, als gleich langsam eine Gestalt aus den Schatten tritt. Als die ersten Lichtstrahlen in das Gesichte der Gestallt treffen, erkennt ihr jene. „Mutter?“ hört ihr euch mit ängstlicher Stimme sagen. Allmählich kommt Eure Mutter immer näher, Ihre Gesichtszüge kalt und starr. Die Angst nimmt nun schon einen großen Teile eures Herzens ein, Ihr beginnt zu zittern und eine leichte Gänsehaut stellt sich in eurem Nacken auf. „Mutter?“ fragt Ihr nun leise und vorsichtig mit angstverzerrter Stimme. „Ward ich denn nicht brav?“ Doch die Antwort ward nur das leise, gleichmäßige Tropfen. Allmählich kommt eure Mutter immer näher, doch dann erkennt ihr im Schatten der Kerze noch eine kleinere Gestalt?


      Langsam lichtet sich das Bilde vor Euren Augen. Euch fällt auf, dass ihr die Wüste schon hinter euch gelassen habt, vor euch liegt ein kleiner Akazienwalde. Fragend blickt ihr in die Richtung der Mutter, „Lassed uns hier kurz rasten?“ doch jene nickte nur kurz schweigend. Als Ihr den Rand des Waldes erreicht, geht Ihr in die Knie und setzt den kleinen Sprössling von den Schultern ab. Vollkommen entkräftet sackt er sofort in das weiche Grase. Die Mutter, blass vor Sorge um Ihren Sohne, kniet sich neben ihn und streicht zärtlich über seine Wangen. Erschöpft von der Flucht lasst auch Ihr euch in das weiche Grase nieder und mustert nachdenklich Euren Schweife. „Endra“ murmelt die Mutter leise. Fragend und ein wenig verwirrt legt ihr den Kopfe schief und mustert die braunhaarige Dame. „Dort hausen Verwandte von uns“ fügt sie noch eilig hinzu, als sie Euren Blicke bemerkt. Doch die Verwirrung legt sich nicht, denn einen Ort Namens Endra habt ihr noch nie gehört, geschweige denn einmal erblickt. Nachdenklich kratzt Ihr euch am Kopfe, aber nickt nur stillschweigend. „Endra? Was könnte dieser Orte nur sein und wo liegt er nur? Sie spricht es aus, als müsst ich es kennen?“ Doch bevor ihr nachfragen könnt, werden eure Gedanken von einem unruhigen Rascheln in der Akazie über euch unterbrochen. Instinktiv springt Ihr auf und richtet Euren aufmerksamen Blicke gen Baumkrone. Als gleich ihr dort einen kleinen Schatten von Ast zu Ast springen sehed, seufzt ihr einmal leise. „Zum Glück, nur ein Eichhörnchen …“ Sagt ihr leise, mehr gen Eurer Selbst gerichtet. Langsam beruhigt Ihr euch wieder und legt euch unter die große Akazie. Nachdenklich mustert ihr das scheue Huschen in den Wipfeln, welches aber mit der Zeit immer ruhiger zu werden vermag. Langsam merkt ihr, wie eure Kopfe immer schwerer wird und eine Welle der Müdigkeit und Erschöpfung packt euch. Kurz fragt Ihr euch noch einmal selbst, was denn ein Eichhörnchen in einer Akazie zu suchen habe, doch dann zieht die Erschöpfung euch schon tief hinab in eure Gedanken.
      ...


      Langsam öffnet ihr eure Augen und merkt, dass gleich ihr euch wieder in jenem düsteren Orte befindet. Eure Mutter kniet nun vor eurer nieder und beugt sich langsam zu euch vor. Eine fremdartige Anspannung steigt in euch auf und ihr wolled die Hand zur Faust Ballen, doch dann bemerkt ihr, dass ihr noch immer den Metallerinnen Ringe um Euren Halse umgreift. Es scheint gleich so, als würde von eurer Mutter eine eiskalte Aura ausgehen. „Cordelia … du hast den deinen Vater auf dem Gewissen!“ Ertönt es aus Ihrem Munde mit einer kalten, ruhigen und unheilvollen Stimme. Angst steigt in euch auf, ein kalter Schauer läuft euch über den ganzen Körper. Ihr wolled etwas entgegnen, aber Euren Mund wollen keine Laute entspringen. Leise klappert die Kette, welche vom Metallreife hinab zum Boden geht. Ihr beginnt fürchterlich zu Zittern und Selbsthass und Selbstzweifel machen sich langsam in eurem Geiste breit. Eure Mutter legt sanft Ihre Hand auf eure Schulter und zieht langsam die andere unter dem Umhang hervor. Als sie sich allmählich in das Licht der Kerze bewegt erkennt ihr, wie sich etwas kleines längliches um Ihre Hand schlängelt. Auf dem ersten Blicke schaut es aus, wie eine kleine Schlange, nein viel mehr wie ein langer dickerer Wurme, nein so etwas habt ihr noch nie gesehen, etwas zwischen kleiner Schlange und Wurme, ringelt sich langsam um Ihrer Hand. „Du bringst nur Unheil mit dir! Deine Existenz ist Gift für das Leben anderer! Du hast ihn getötet! Du bist Verflucht, du bist die Brut der Schatten!“ schallt es plötzlich durch den dunklen Raume und die Hand eurer Mutter verkrampft sich auf Euer Schulter und bohrt sich schon fast in euer Fleische. Bedrohlich langsam bewegt sie die andere immer näher. Das schlängelnde etwas ward so lang wie eure Hand, aber gar schmaler wie euer kleinster Finger. Plötzlich drückt euch euer Mutter gewaltsam gegen die kalte und feuchte Wand. „Alles nur wegen dir! Du hast mein Leben ruiniert! Ich wünscht du wärst niemals die meine Tochter!“ Ein starker Schmerz schießt euch in den Kopfe, langsam rinnt eine warme Flüssigkeit eurem Hinterkopf hinab. Eure Mutter kommt immer näher und drückt schmerzhaft euren Mund auf. Panisch versucht Ihr den Kopf hin und her zu bewegen, als sie mit der Kreatur immer näher kommt, jedoch ohne Wirkung. Ihr seid wie versteinert. Innerlich flehet Ihr um Gnade, darum dass nicht das passiert, was ihr euch vorstellen könnt. Ihr versucht zu schreien, jedoch ersticken die Laute im Hals, noch bevor sie euren Munde verlassen können. Dann passiert es, eure Mutter lässt die widerliche Kreatur in den euren Mund hinabgleiten. Sie schlängelt sich ein wenig in euren Mundraum umher, dann plötzlich ein stechender Schmerze in eurer Zunge. Ihr zuckt zusammen und merkt wie die Kreatur langsam weiter in euren Körper hinein kriecht. „Habe ich ihn wahrlich getötet? … Vater …“ Ihr merkt wie euer Körper zu beben und brennen beginnt. Was ward das für eine Kreatur? Plötzlich ein erneuter Stich, bloß diesmal fühlt es sich so an, als hättet Ihr einen Igel verspeist. Die Schmerzen werden immer unerträglicher. Schweiß rinnt eurer Stirn hinab, ein wenig Blut läuft aus eurem Munde. „Du hast Ihn getötet! Deine Mutter verachtet dich! Sie wird dich töten!“ Noch immer drückt euch eure Mutter gegen die Wand, doch hat sich nun ihre Mine geändert, sie grinst euch genüsslich an. Eine erneute Woge voller stechender Schmerzen und Selbstvorwürfen bricht über euch ein, als gleich


      Plötzlich reißt euch ein schriller Schrei aus dem Traume. Sofort setzt ihr euch panisch auf und schaut euch, noch immer ein wenig benommen, um. Der Schrei erstickte so schnell, wie er gekommen ward auch wieder. Langsam klart eure verschwommene Sicht auf und vor Euren Augen zeichnet sich ein Desaster ab. Die Mutter des Sohnes liegt nur ein paar Schritte von euch entfernt blutüberströmt reglos am Boden. Instinktiv rennt ihr zu ihrem leblosen Körper, doch dann fällt euer Blick auf den Sohn der Fraue. Eure Augen weiten sich, die Farbe entweicht Eurer Haut und ein eiskalter Schauer fährt Euch den Rücken hinab. Über den Jungen schwebt eine relativ kleine grässliche Kreatur. Flügel aus Knochen, welche noch mit blanken Sehnen miteinander verbunden waren, schmücken seinen Rücken. Sofort dreht es sich um und auf einmal starren euch dutzende blau schimmernde Augen an, jedoch sind diese über den Kopf und dem Oberkörper verteilt. Der Körper der Kreatur warbt unmenschlich umher, es schaut aus, als bestünde er nur aus intakten Organen und blank gelegten Muskeln, jedoch scheint etwas düsterster von Ihm aus zu gehen. Langsam legt die Kreatur ihren Kopfe leicht schief und scheint euch an zu grinsen. Unwohlsein und riesige Angst steigt in euch auf, Ihr wollt hier nur noch weg, doch euer Körper bewegt sich kein Stück. Langsam senkt die Kreatur Ihren Kopfe und wie in Zeitlupe beugt sie sich immer weiter über den entkräfteten Jungen. „Nein, Nein! NEIN!“ schreit Eure innere Stimme, doch ihr seid noch immer wie festgewachsen. Die Kreatur beäugt Ihren widerwärtigen Kopfe über den Jungen und flattert dann mit einem dunklen dämonischen Kichern davon in die Dunkelheit.

      Ein eleganter Körper eint es, doch so scheint es, innerlich ringend und so unterschiedlich in Ihrer selbst.

    • Es dauert noch einige Sekunden bis ihr endlich euren Körper dazu zwingen könnt hinüber zu dem Jungen zu wanken. Vorsichtig beugt ihr euch über jenen hinüber. Noch immer sitzen der Schock, vom Anblicke der Kreatur und die eiskalte Furcht tief in Euren Knochen, doch das Adrenalin scheint euch noch bei Bewusstsein zu halten. Ein leises leidiges Stöhnen geht von dem Jungen aus. Als Ihr Ihn näher betrachtet, erkennt Ihr eine grässliche Bisswunde an seiner Wange, welche unerklärlich schwärzlich pulsiert. Immer wieder stöhnt er wehleidig auf und langsam breiten sich, von der Wunde ausgehend, kleine schwarze Adern aus. Immer wieder stöhnt der Junge schmerzvoll auf und in euch macht sich Panik immer weiter breit, je weiter sich die schwarzen Adern ausbreiten. „Was geschieht hier? Was war dies für eine Kreatur?“ Ein stechender Schmerz durchzieht eure Schläfen und eure Sicht scheint sich ein wenig zu verfinstern. „Wegen dir ist die Mutter gestorben … wegen dir war’s die Kreature da … wegen dir widerfährt dem Jung dies unsagbare Leide!“ Eine erneute Welle von Selbstverachtung durchfährt Euren Geiste.
      ...

      Es scheint so, als würde euer Körper von innen heraus verbrennen. Unvorstellbare Schmerzen lassen Eure Muskeln verkrampfen. Schemenhaft erkennt Ihr eure diabolisch grinsende Mutter vor euch hocken. „Du hast Ihn getötet! … Mörderin! … Du verursachst nur Leide!“ säuselt eine dunkle Stimme in eurem Kopfe. Langsam verfinstert sich eure Sicht immer weiter, es scheint grad so, als wärd Ihr in einem langen düsteren Tunnel. Eure Mutter hockt noch immer grinsend vor euch und murmelt ein paar unverständliche Wörter und sofort nimmt der brennende Schmerze in eurem Körper deutlich zu. Erneut hustet Ihr Blut aus, Eure Sicht verfinstert sich immer mehr. „Mörderin! … Sie bringt dich um!“ säuselt die dunkle Stimme immer weiter. Langsam merkt Ihr, wie ein Teil Eurer Selbst anfängt den Gedanken Glauben zu schenken. Plötzlich ist eure Sicht schwarz getrübt und der unerträgliche Schmerz scheint in weiter Ferne zu sein. Gedämpft nehmt ihr nur noch ein leises Kichern aus Euren Munde wahr.
      ...

      Ein erstickender, schmerzhafter Schrei entfährt den, nun fast komplett mit schwarzen Adern überzogenen, Jungen. Langsam öffnet er seine blutgetränkten Augen und eine Träne aus tief dunklem Blute rinnt seiner Wange herab. Langsam beugt er sich vor und stöhnt leise „Hi- Hilf … nghmpf!“ Adrenalin schießt euch in den Kopf, Ihr könnt nicht mehr klar denken. Eure Sicht verfinstert sich nun rasend schnell. Dumpf bemerkt Ihr, wie eure Hände sich langsam gen des Halses des Jungen bewegen
      ...

      Eure Hände umschließen den gesamten Halse eurer Mutter, welche komplett überfordert in eure Augen starrt. Leise murmelt sie „tiefschwarze Augen … interessant …“ Erneut dringt ein dumpfes Kichern aus Euren Munde und der Druck eurer Hände erhöht sich langsam, aber stetig. „Was mache ich hier? … Mörderin!“


      Der Junge hustet eine bedrohliche Menge Blut aus, seine Augen beginnen aufzuquellen, leise röchelt er nach Luft. Eure Hände scheinen euch nicht mehr zu gehorchen. „Mörderin! Du verursachst nur Leide!“ säuselt eine dunkle Stimme in eurem Kopfe.
      ...

      Eure Mutter entgegnet euch dumpf und leise. „Lerne endlich deine Gefühle zu kontrollieren … Monster!“ Ihre Augen beginnen mit Blut zu unterlaufen und sie ringt ein wenig nach Luft. „Nein, ich bin keine Mörderin! … Doch!“

      Angestrengt versucht Ihr gegen die Dunkelheit in euch anzukämpfen. Der Junge röchelt ein weiteres Male nach Luft, sein Gesicht ist nun komplett mit schwarz, pulsierenden Adern überzogen. „Lerne endlich deinen Gefühle zu kontrollieren …“ hallt es leise in Eurem Kopfe nach. Wie an einen Anker versucht Ihr euch an diese Worte zu klammern. Mit aller Kraft versucht Ihr erneut Herr über euren Körper zu werden.
      „Ich … bin … keine Mörderin! … Doch! … Ich bin Ich, ich bin nicht Du!“ ringt Ihr mit euer selbst im Geiste. Erneut hustet der Junge ein wenig Blut aus. Ihr könnt nicht mehr hinsehen, eilig schließt Ihr eure Augen. Ihr dürft jetzt nicht verlieren!


      „Beherrsch dich … Cordelia!“ dringt eine sanft erklingende Stimme durch eure Gedanken. Diese Stimme … sie kommt euch so bekannt vor … so heimisch. „Vater?“ murmelt Ihr leise und langsam merkt Ihr wie der Druck eurer Hände, um den Hals des Jungen nachlassen. Als gleich Ihr vorsichtig die Augen wieder öffnen wollt, fühlt Ihr, wie der Junge noch immer bei Bewusstsein ist. Doch dann, noch bevor eure Sicht aufklaren kann, trifft euch etwas schweres dumpfes an Eurem Hinterkopfe

      Ein eleganter Körper eint es, doch so scheint es, innerlich ringend und so unterschiedlich in Ihrer selbst.